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12.11.2015, 14:39 Uhr | Dr. Manja Schreiner
Staatssekretärin Anette Widmann-Mauz MdB zu Gast bei der FU Pankow
Am 12. November folgte die neue Vorsitzende der Frauen Union der CDU Deutschlands Anette Widmann-Mauz MdB, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit, einer Einladung der Frauen Union Pankow. Mit dem überzeugenden Ergebnis von 93,2 Prozent steht sie als neue Chefin an der Spitze der mit 120.000 Mitgliedern stärksten Vereinigung der CDU.
Mit ihr haben wir über ihre Akzente, Visionen und Schwerpunkte als neue Vorsitzende gesprochen. Frau Widmann-Mauz betonte mit dem Generalsekretär der CDU die Attribute „Jung, vielfältig, weiblich“ als Motto und Perspektive der Frauen Union.

Auf die Frage, wie Frauen es schafften, in der Politik ihren Mann zu stehen, betonte sie das essentielle Netzwerken und die notwendige strategische Herangehensweise. Gute Erfahrungen habe die Frauen Union mit strategischen Regionalkonferenzen gemacht, um Themen wie die Mütterrente zu platzieren.

Wegen kurzfristiger namentlicher Abstimmungen und daraus folgender Zeitknappheit musste uns Frau Widmann-Mauz frühzeitig verlassen. Wir freuen uns aber darauf, sie im kommenden Jahr wieder begrüßen zu können.

Spannende Informationen und Diskussion gab es darüber hinaus zum von ihr verantworteten Gesundheitsbereich durch ihre Referentin Frau Gerlach. Sie stellte die Eckpfeiler des Krankenhausstruk-turgesetzes vor. Außerdem führte sie zum gerade verabschiedeten Hospiz- und Palliativgesetz aus. So kommen beispielsweise in Fällen von Notrufen keine Krankenwagen mehr, sondern ein Palliativteam, welches über ein Netzwerk mit Apotheken verfüge. Der Gedanke dahinter sei das „An die Hand nehmen Sterbender“.

Auf die Frage, wie Missbrauch in den letzten Lebenswochen eingedämmt werden könne, betonte Frau Gerlach insbesondere die vorausschauende Planung und das Verfassen einer Patientenverfügung. Im Allgemeinen müsse mehr Bewusstsein für die letzte Lebensphase geschaffen werden, auch in speziellen Kinderhospizen. Weitere Themen waren Qualität und Hygiene in Krankenhäusern (IQTIG), E-Health und Digitalisierung.

Auf die konkrete Frage, welche Maßnahmen zur wohnortnahen Betreuung gerade in Zeiten von Landarztmangel ergriffen würden, zählte Frau Gerlach ein ganzes Bündel auf:
  • Einrichtung eines Lehrstuhls für Allgemeinmedizin an jeder Medizinischen Fakultät
  • Gesondertes Bafög für Studium der Allgemeinmedizin (statt Spezialisierung)
  • Schaffung von Medizinischen Versorgungszentren durch Kommunen
  • Aufhebung der Residenzpflicht für Ärzte
  • Anpassung des Verteilerschlüssels zwischen Krankenkassen und Ärzten

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